Anbetung war schon immer einer der Schwerpunkte der FCJG. Von Anfang an spielte Musik eine wichtige Rolle, vielleicht ein Resultat der Herkunft vieler Mitarbeiter. Als Hippies gehörte Musik einfach dazu, sie hatte uns geprägt. Als Christen empfanden wir Anbetung als Lebenselixier. Durch die Taufe im Heiligen Geist wurde dieser Wunsch, durch Anbetung das Herz Gottes zu berühren, noch intensiviert. So war es keine große Überraschung, dass sich im Laufe der Zeit verschiedene Formationen bildeten: Bands oder auch lose zusammenkommende Anbeter, die ihren Fähigkeiten gemäß ihr Bestes gaben, angespornt von dem Wunsch, Gottes Liebe zu erheben. So entstanden einige Worship-Gruppen, die in unseren Veranstaltungen, Gottesdiensten usw. mit vollem Einsatz dienten. Die Überzeugung, dass die Anbetung Gottes an die Hecken und Zäune rund um den Globus gehört, führte uns in etliche Länder und Nationen. Bei einem dieser Einsätze in die Mongolei hörten wir immer wieder, wie sich die Zuhörer untereinander folgende Worte zuraunten: „Tengerin Doo, Tengerin Doo." Übersetzt heißt das so viel wie: Sound of Heaven, zu Deutsch: Klang des Himmels oder Himmelslied. Über einige Jahre formierte sich eine der Anbetungsbands der FCJG unter diesem Namen mit wechselnden Musikern und Sängern.

Tengerin Doo bedeutet aber noch viel mehr. Dieser Name drückt genau das aus, was unser Herzenswunsch ist: 1. Unserem Vater im Himmel gemeinsam mit den Engeln die Anbetung zu geben, die ihm zusteht und so sein Herz mit unseren Herzen zu verbinden und 2. den Klang des Himmels hier auf Erden hörbar zu machen, darin einzutauchen in der Hoffnung, dass wir Gott den Weg bereiten und er sich unter uns erweisen kann. Einfach eine zutreffende Bezeichnung und ein genialer Name.

Alls FCJG sind wir sehr darauf bedacht, immer auf der Welle zu reiten, die der Heilige Geist gerade auftürmt. 1993 revolutionierten wir mit der Anbetungskonferenz "In Your Presence" die damalige Anbetungsszene in Deutschland und darüber hinaus. Wir waren einfach müde vor Bühnen zu stehen und zwei Meter in die Höhe zu starren, in der Erwartung, dass etwas Sensationelles durch die Musiker passieren würde. Heute ergeht es uns wieder ähnlich. Wir empfinden, dass Gott sein Volk mehr integrieren will, frei nach dem Motto: „Wenn ihr zusammen kommt, hat ein jeder etwas." (1. Kor. 14,26) Und genau das erleben wir mehr und mehr. Die Musiker öffnen alles, sie sind Teil der Masse. Dadurch haben Tänzer, Maler, Solisten, Sänger und die Gaben des Geistes einen enormen Freiraum. Natürlich sind solche Veranstaltungen jedes Mal ein Experiment, aber dadurch sind sie auch spannend, denn man weiß nie, was am Ende dabei herauskommt. Es ist aber immer ermutigend und aufbauend. Das ist Tengerin Doo - Klang des Himmels, das Himmelslied. Wie die nächste Welle aussehen wird? Wir können darauf gespannt sein. Vielleicht formiert sich eine Band unter diesem Namen oder es kommt etwas ganz Neues. Eins ist sicher: Wir werden nicht aufhören den Leib Christi zu ermutigen, Teil von Tengerin Doo, dem Klang des Himmels, zu sein.Zur Zeit denken wir über weitere Anbetungsveranstaltungen nach unter dem Namen: Tengerin Doo Events! Wäre das nicht genial? Der Leib Christi kommt zusammen, um zu tun, wozu er berufen ist. "Es kommt die Zeit, und ist schon jetzt, dass die wahrhaftigen Anbeter den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der Vater will solche haben, die ihn so anbeten." (Joh. 4,23)
Irene Heidenreich

Über Tengerin Doo

Petra Feddersen

Petra FeddersenIch erinnere mich noch gut an den Tag, als ich als Teenager mal wieder am Flügel saß, um zu üben. Ich bekam kostenlose Klavierstunden und war sehr dankbar dafür. Aber ich hatte wenig Geduld für endlose Übungsstunden. Die 12-saitige Gitarre meines Jugendleiters stand neben dem Klavier und ich dachte: ‚Drei Akkorde und du kannst ein ganzes Lied singen und begleiten.' Also warum sich mit dem Flüge abmühen Das war mein Begin in Sachen Anbetung. Drei Wochen später, mit vier bis fünf Übungsstunden täglich, konnte ich auf der 12-Saitigen fließend spielen. Es war irgendwie übernatürlich. Schnell fing ich an, Anbetung in meiner Jugendgruppe und später auch in der Gemeinde zu leiten. Zu Hause schrieb ich Lieder, schüttete Jesus im Gesang mein Herz aus und die erstandenen Gitarre wurde zu meinem liebsten Stück.
Aber Anbetung ist viel mehr als Lieder singen – das habe ich schnell gemerkt. Es gab viele Zeiten, in denen ich unter Tränen vor Gott war; nach Anbetung war mir nicht zumute. Ich wusste aber: Sie gehört ihm, egal wie es mir geht oder wo ich mich im Leben gerade befinde. Besonders in diesen Zeiten wurde meine Anbetung zu ihm authentisch, absichtslos und ungeteilt. Ich entdeckte einen Schatz darin, der mich bis heute reich macht. Es sind nicht die Lieder, Worte und Musik, die Anbetung ausmachen. Es ist mein ganzes Leben! Es zu seiner Ehre zu leben und ihm nachzufolgen, wo immer es auch hingeht.

Arne Schulz

Arne SchulzOb alleine oder mit anderen Anbetern zusammen, es ist eine meiner höchsten Prioritäten von ihm, den Sound of Heaven auf die Erde zu holen. Ich war auch schon in meinem alten, freakhaften Leben ein leidenschaftlicher Anbeter, besuchte damals schon viele Konzerte und konnte mir ein Leben ohne Musik nicht vorstellen. Durch eine lebensverändernde Begegnung mit Jesus Christus wurde ich auf den einzig, wahren und anbetungswürdigen Gott aufmerksam. Diesen Jesus bete ich nun seit vielen Jahren durch die Kraft des Heiligen Geistes an. Aber nicht nur mit Musik, auch durch mein Leben will ich anderen Menschen, die in ähnlichen Notlagen sind wie ich damals, in einen anbetungswürdigen Lebensstil führen. Als Drogenabhängiger bin ich im Wiedenhof frei geworden. Das hat in mir den Wunsch geweckt, das weiterzugeben, was ich selber empfangen habe, nämlich ein Leben in Beziehung mit dem Heiligen Geist. Seit viele Jahre bin ich Mitarbeiter in der Drogenrehabilitation Haus Wiedenhof. Seit Anfang 2013 leite ich diese mit meiner Frau, und ich bin Teil der FCJG-Leiterschaft.

Petra Kolter

Petra KolterAnbetung ... das fing ganz klein an. Ich kniete in den 80er Jahren als frischbekehrter Christ in meiner Studenten-WG allein im Zimmer vor Jesus nieder. Das erste Anbetungslied, das ich hörte, sang ich immer und immer wieder: "Ewiger Gott ... du bist hoch zu loben ... denn du teilst aus, was jeder braucht ... du bist hoch zu loben!" Gitarre spielen hieß für mich anfangs, in der Mittagspause unermüdlich und versunken die gleichen zwei oder drei Akkorde zu spielen, während ich von ganzem Herzen zu meinem Jesus sang. Hätte ich damals gedacht, dass ich - viele Jahre später - mit meiner Gitarre auf den Gebirgspässen des Himalaya stehen und singen würde „Öffnet euch, ihr uralten Tore, dass der König der Herrlichkeit einziehe"? Jesus anbeten, das ist die Quelle, die mit meiner Bekehrung in meinem Herzen aufbrach und die niemals aufhören soll zu fließen. Durch ihn lebe ich, er ist mein Held, und der Held des ganzen Universums. Im Anschauen seines Bildes werden wir verwandelt in sein Bild. Und da, wo wir seinen Namen erheben, bricht sein Reich an, mit allem, was es beinhaltet! Licht, Überführung, Errettung, Heilung, Befreiung, Wiederherstellung ... Ich habe an Jesus schon immer geliebt, dass er Dinge tun kann und will, die kein Mensch tun kann. Deshalb erhebe ich ihn so gerne über meiner Stadt, meinem Land oder den Nationen der Erde. Die ganze Schöpfung sehnt sich nach ihm.

Martina Riexinger

Martina RiexingerEigentlich bete ich schon mein ganzes Leben an, nur dass es nicht immer Jesus war, dem meine Anbetung galt. Anbetung bedeutet ja, das „anzuhimmeln" und dem nachzugehen, was man liebt. In meinem Fall waren das damals Drogen, Musik, Menschen... nur nicht Gott. Dabei hatte ich durchaus Zugang zur unsichtbaren Welt. Denn durch die Drogen öffnete ich mich auch für's Übernatürliche. Aber es war nicht Gott, dem ich da begegnete, sondern purer Finsternis. Und diese Wirklichkeit brachte mich fast um. Ich wusste, ich muss mich entscheiden. So setzte ich am Tiefpunkt meines Lebens bewusst auf Jesus und ein Leben im Licht und begann, ihm ernsthaft nachzufolgen. Auf einem Einsatz in der Mongolei forderte der Heilige Geist mich eines Tages auf, meinen restlichen Vorrat an weltlicher Musik wegzuschmeißen, um ihn stattdessen selbst mit meiner Gitarre anzubeten - auch in der Öffentlichkeit. Das kostete mich totale Überwindung, aber als ich mich darauf einließ, erlebte ich, wie er mich in eine tiefere Gemeinschaft mit ihm führte. Wo sich früher das Reich der Finsternis offenbarte, öffnete sich nun die Dimension des Himmels. Mittlerweile erlebe ich, wie Anbetung mein ganzes Leben umfasst. Es ist die tiefe Liebe zu ihm, die durch alle Schwierigkeiten und Stürme hindurch an ihm festhält, die nicht mehr eigene Wege geht, sondern ihm folgt. Meine Sehnsucht ist es, dass noch viel mehr Menschen in diese wundervolle Liebesbeziehung zu ihm finden und ganze Städte, Regionen und Nationen verändert werden. Wie im Himmel so auf Erden!
     
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