Jetzt oder nie

Entweder ich verändere mein Leben total, oder ich und die Beziehung zu meiner Familie gehen total den Bach runter. Das waren die Gedanken, die mich dazu bewegten, in den Wiedenhof zu gehen. Ich heiße Sascha, bin 26 Jahre alt und bin in einer christlichen Familie aufgewachsen. Mit 13 Jahren kam ich durch einen Freund in Kontakt mit Haschisch und damit begann auch meine Drogenkariere. Mein Konsum steigerte sich schnell über Alkohol, Pillen und dann chemische Drogen. Mit 16 Jahren war ich voll abhängig. Wegen Körperverletzung und Diebstahl landete ich 2 mal im Jugendarrest, ich hatte 2 Entgiftungen hinter mir, habe angefangen, Drogen zu verkaufen – und es ging immer mehr bergab.
Mit 21 lernte ich meine heutige Frau kennen, die ich dann ein Jahr später heiratete. Durch die Drogen und den entsprechenden Lifestyle völlig abgestumpft und hart geworden, entdeckte ich durch die Liebe zu meiner Frau, dass ich noch Gefühle hatte und auch der Wunsch nach Leben da war. 2016 kam unser Sohn Sam Aiden zur Welt. Durch dieses krasse Erlebnis wurde mir zum ersten Mal bewusst, dass ich Verantwortung trage für meine Frau, meinen Sohn und mich. Ich klammerte mich an jeden Strohhalm, der mir irgendwie Hoffnung gab. Dieser Hoffnungsschimmer kam durch meine gläubige Schwiegermutter in mein Leben. Sie erzählte mir von Jesus, ich übergab in dieser Situation mein Leben Jesus. Daraufhin machte ich einen kalten Entzug von Marihuana, Kokain und Alkohol. Schnell holte mich der Alltag wieder ein und ich wurde wieder rückfällig in Drogen und meiner Spielsucht. Meine Ehe, meine Familie und meine Beziehungen zerstörte ich dadurch immer mehr. Wieder kam durch meine Schwiegermutter die Wende, sie erzählte mir vom Wiedenhof. Neue Hoffnung keimte auf in meinem Leben und ich entschied mich für eine Therapie in diesem Haus.

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Angekommen

Im Wiedenhof angekommen erlebte ich, dass Gott mich völlig frei gemacht hat von Süchten. Nach 2 Wochen realisierte ich, dass sich bei mir überhaupt keine Entzugserscheinungen bemerkbar machten. Stattdessen spürte ich tiefen Frieden und Zufriedenheit in meinem Herzen und erfuhr zum ersten Mal, dass Gott mich liebt. Ein Erneuerungsprozess begann. Gott fing an, mein Leben innerlich und auch äußerlich wiederherzustellen. Jesus soll die erste Stelle in meinem Leben haben! Daher war ich auch bereit, meine Familie loszulassen und mich erst mal auf mich und mein Leben mit Jesus zu konzentrieren. Das bedeutet, ein Jahr Therapie ohne Frau und Kind.
Seit Anfang März bin ich nun hier im Wiedenhof. Ich erlebe in meinem Alltag, wenn ich Gott mein Leben hinlege, dass er mir mit tausend Schritten entgegenkommt. Konkret erlebe ich seine Versorgung finanziell und materiell (er hat mich vor dem Gefängnis bewahrt), Beziehungen werden wieder gesund und vor allem mein Herz! Ich lerne Stolz und Widerstand zu überwinden. Ich lerne den Heiligen Geist immer mehr kennen und vor allem auf sein Reden und seine Impulse zu reagieren. Es wird ruhig und friedlich in mir!
In der Zwischenzeit erfuhr ich, dass ich wieder Vater werde.
Jetzt kommt der Hammer: Gott hat es möglich gemacht, dass meine Familie mit mir zusammen hier im Wiedenhof leben kann. Im Juli wird also meine Frau mit meinem Sohn hier in den Wiedenhof ziehen und ich darf die Geburt meiner Tochter im August miterleben. Meinem Gott ist nichts unmöglich! Er stellt Familien wieder her und heilt kaputte Beziehungen. Das größte Abenteuer meines Lebens beginnt jetzt mit Jesus – und da habe ich richtig Bock drauf.
Sascha

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